Erasmus Programm

Unsere heutige Arbeitswelt ist stark vom Prozess der Globalisierung betroffen. Dies führt einerseits zu einer erhöhten Grundkomplexität der Arbeitswelt selbst, andererseits aber auch zu einem anderen Anforderungsprofil, welches an viele potentielle Arbeitnehmer gestellt wird. So werden oftmals Auslandserfahrung und die Kenntnis von Fremdsprachen als Schlüsselfaktoren für eine ausreichende Qualifikation gewertet. Das sogenannte Erasmus Programm versucht dabei, genau diesen Anforderungen gerecht zu werden und Studenten die Möglichkeit zu bieten, eine Zeit des Studiums im Ausland zu verbringen. Der Name des Programms leitet sich dabei vom Humanisten Erasmus von Rotterdam ab, welcher eine bedeutende Persönlichkeit in der europäischen Gelehrtenwelt ist.

Beim Erasmus Programm handelt es sich dabei um eine Institution, welche innerhalb der europäischen Union operiert. Dieser Operationsraum wird auch als Europäischer Hochschulraum bezeichnet. Genau umrissen wird dieser durch eine Definition in der Bologna Erklärung. Die Bedeutung dieses Austauschprogramms nimmt dabei seit seiner Gründung im Jahre 1987 zu. Während damals nur wenige tausend Studenten erfolgreich vermittelt werden konnten, konnten im Studienjahr 2006/2007 über 150.000 erfolgreich vermittelt werden. Das Erasmus Programm deckt für den Einzelnen dabei all jene Aspekte ab, welche für diesen Austausch relevant sind. So wird zusammen mit der Hochschule bzw. dem Bundesland zunächst ein Finanzierungskonzept erarbeitet. Nicht selten wird ein solcher Auslandsaufenthalt auch durch Studienzuschüsse unterstützt.

Des Weiteren wird zusammen mit dem Studenten nach einer passenden Unterkunft gesucht. Dies kann entweder eine Familie oder eine eigene Studentenwohnung sein. Zuletzt wird noch abgeklärt, inwiefern und ob die Leistungen, welche im Ausland erbracht werden, an der eigenen Hochschule angerechnet werden können. Aufgrund der Konflikte, welche hieraus resultieren können, haben die meisten Universitäten sogenannte Partneruniversitäten im Ausland. Mit diesen wird dann nicht nur wissenschaftlich intensiver zusammengearbeitet, sondern es kommt auch zu regen Studentenaustäuschen im Sinne des Erasmus Programms. Des Weiteren wurde das Anrechnen von Prüfungsleistungen durch die Einführung des Bachelor und Master, also die Angleichung der Bewertungen innerhalb des europäischen Hochschulraums, vereinfacht. Insgesamt ist das Erasmus Programm deshalb ein zentrales Element, welches den Studenten zu Erfahrungswerten und Qualifikationen im Ausland verhilft.

Studenten, die verreisen wollen, dürfen im Rahmen ihres wohlverdienten Urlaubs unter anderem auch mal das Erasmus Programm sowie viele andere, ihr Studium betreffende Aspekte in den Hintergrund drängen. Denn jetzt stehen stattdessen Spaß, Erholung und jede Menge Action im Vordergrund. Viele junge Leute nutzen heute übrigens die Möglichkeit, über einen Preisvergleich Flugtickets zu ergattern, die weitaus günstiger sind, als im klassischen Reisebüro. Das so erzielbare Sparpotenzial ermöglicht es ihnen somit zugleich, auch mal häufiger verreisen zu können.